4 Tage am Comer See

Heute möchte ich euch, wie bereits letzte Woche versprochen, von meinem Kurzurlaub an den Comer See berichten. Insgesamt blieben wir am Comer See 3 Nächte. Das Wetter war ganz ok, es hat zumindest nicht geregnet, erst am Abfahrtstag kam die Sonne richtig schön raus. Das war ein bisschen schade. Trotzdem konnten wir die Natur genießen und die zum Teil herrschende Ruhe.

IMG_2374Der Comer See ist der drittgrößte See Italiens und sieht aus, wie ein auf dem Kopf stehendes Y. Como und Lecce sind jeweils die beiden Städte am Ende der Arme des Y. Charakteristisch für den Comer See, sind die vielen kleinen Dörfer, die sich am See angesiedelt haben und bis heute noch bestehen. Es gibt auch eine kleine Insel im See, die Isola Comacina.

Der Comer See ist Anziehungspunkt für die Schönen und Reichen. So besitzen George Clooney, Brad Bitt und einige andere ein Anwesen am See. Auch für einige Filme war der See Filmkulisse. Unter Anderem für Ocean’s 12 oder auch Casino Royale.

Täglich besteht die Möglichkeit mit dem Schiff von Como nach Colico zu fahren. Colico liegt im nördlichen Teil. Auf der Fahrt dorthin, kann man an verschiedenen Dörfern aussteigen. Diese Schifffahrt unternahmen wir am 2. Tag. Vorallem interessierten wir uns für Bellagio und Varenna, 2 kleine und sehr schöne Dörfer die ihren ganz eigenen italienischen Charme haben.

Einigen von euch wird der Name Bellagio nun sehr bekannt vor kommen, aber wahrscheinlich weniger als kleines Dorf am Comer See, sondern als Hotel in Las Vegas. Das Bellagio ist ein Hotel in Las Vegas, welches nach dem Ort Bellagio am Comer See benannt und sogar nachgebaut wurde. So befinden sich in der Hotelanlage unter anderem ein See, welcher den Comer See darstellen soll. Der Gründer des Hotels war ein großer Fan von dem kleinen Örtchen Bellagio am Comer See.

IMG_2314_kl

Die Vorliebe für Bellagio kann ich gut nachvollziehen. Dieses kleine Dorf besteht aus einer Einbahnstraße, welche unten am Hafen entlang nach oben führt. Als Fußgänger kommt man nur nach oben, indem man die kleinen Treppen hinauf steigt. An beiden Seiten der Treppen befinden sich kleine, italienische Läden. Am Anlegepunkt des Schiffes, also in erster Reihe, befinden sich tolle Hotels.

Nachdem wir durch Bellagio schlenderten und ein Eis aßen, ging es weiter nach Varenna. Varenna ist noch ein wenig kleiner als Bellagio und etwas ruhiger, jedoch nicht weniger schön. Auch hier gab es diese kleinen Treppen nach oben. Wunderschön.

Varenna
Varenna

Am dritten Tag schauten wir uns Como an. Leider waren wir von der Stadt an sich etwas enttäuscht. Die Shopping-Straße war etwas klein, es gab auch nur wenige Cafés oder typische kleine italienische Bäckereien.

Untergebracht waren wir in Brunate. Brunate gehört zu Como befindet sich jedoch 715 m über der Stadt Como. So schön es dort oben auch war, so beschwerlich war der Weg nach oben und unten mit dem Auto. Wir sind an 2 Tagen deswegen auch nur mit der Funicolare gefahren, einer Art Bergbahn und nur am vorletzten Tag sind wir mit dem Auto die engen Straßen nach Como gefahren. In Brunate ist nicht wirklich viel los. Es gibt ein paar Restaurants, welche aber nicht immer geöffnet haben. Den ersten und den letzten Abend aßen wir in Brunate zu Abend. Das Locanda del Basilico ist ein kleines, gemütliches Restaurant mit handverlesenen Gerichten. Es gibt zwar keine große Speisekarte, aber man wird fündig. Satt wird man jedoch nur, wenn man typisch italienisch isst. Das heißt man beginnt mit einer Vorspeise, man entscheidet sich für einen ersten und zweiten Gang (Primo und Secondo Piatto) und geht dann zum Nachtisch über. Wer das nicht möchte, der sollte die klassische Pizzeria einem Ristorante vorziehen.

Mein Fazit:

Die 4 Tage waren sehr schön, ein bisschen zu kurz und der See mit all seinen kleinen Dörfern ist sehenswert. Sehr gerne würde ich wieder nach Bellagio und Varenna um die Dörfer noch ein wenig näher zu betrachten und auch durch die Läden gehen. Dafür blieb leider nicht viel Zeit, da wir auf das Schiff angewiesen waren. Como liegt zentral und ist sehr gut erreichbar, da es gleich nach der schweizerischen Grenze liegt. Die Stadt an sich war leider nicht ganz so wie wir uns sie vorgestellt haben. Das italienische Essen war immer sehr lecker. Unbedingt empfehlenswert: Pasta mit Tomatensugo. Das ist kein Vergleich zu Nudeln mit Tomatensoße bei uns.

Noch mehr Bilder seht ihr, wenn ihr euch durch die Galerie klickt: 

Wart ihr schon mal am Comer See? Würde euch die Region interessieren? Habt ihr noch Fragen oder Anregungen zu Como, dem See, dem Essen? Stellt sie mir. Freue mich auf eure Kommentare.

Eure Caterina